Ende Mai hat Makkabi Leipzig e.V. sein dreijähriges Wiederbestehen gefeiert. Damit ist er einer der jüngeren Makkabi-Vereine in Deutschland: Allerdings kann auch er auf eine lange Geschichte zurückblicken.
Wir haben Mitglieder von Makkabi Leipzig beim Volleyball- und Tischtennistraining getroffen und mit Oleksandr Radbil, Michael Lempert und Christa Müller vom Verein über dessen Wiederbeleben, das Potential und Probleme gesprochen.
Parallel dazu erfahrt Ihr mehr über die jüdische Sportbewegung seit Ende des 19. Jahrhunderts. Dafür haben wir Lorenz Peiffer, Professor am Sportphilosophischen Institut der Universität Hannover, befragt. Es wird unter anderem nachgezeichnet, warum sich jüdische Sportvereine in Deutschland gegründet haben, was Sport für eine zionistische Bewegung bedeutete und wie die jüdischen SportlerInnen von Anfang an antisemitischen Anfeindungen ausgesetzt waren.
Alljährlich zu Pfingsten ist Leipzig Anlaufpunkt der schwarzen Szene. Beim Wave-Gotik-Treffen versammeln sich all jene, die ähnliche Musikinteressen teilen, ansonsten aber unterschiedlicher kaum sein könnten. So tummeln sich unter den Szene-AnhängerInnen auch immer wieder solche, die durch rechte Inhalte, Symbolik und Ästhetik auffallen. Eine differenzierte Betrachtung dazu liefert uns Christian Dornbusch, einer der Autoren des Buches “Ästhetische Mobilmachung: Dark Wave, Neofolk und Industrial im Spannungsfeld rechter Ideologien”. Im Interview zeichnet er die Entwicklung nazistischer Tendenzen innerhalb der Szene nach, gibt eine Einschätzung, warum es keine Gruppen mehr gibt, die sich szeneintern mit rechter Ideologie beschäftigen und liefert einen Bewertungsansatz zum suspekt anmutenden Uniformfetisch einiger Wave-Gotik-Anhänger.
Im Anschluss gibt es noch eine kleine Umfrage, in der wir von BesucherInnen des Wave-Gotik-Treffens wissen wollten, wie ihr Alltag aussieht.