Der Journalist, Psychologe und Autor mehrerer Bücher über Migration und Rassismus, Mark Terkessidis, analysiert die Riots in den Banlieues Ende vergangenen Jahres. Er ordnet das Ereignis historisch ein
und versucht damit, Anlass und Ursachen aufzuzeigen. Es wird deutlich
gemacht, wie die Zusammensetzung der Banlieues aussieht und warum keine politischen Forderungen mit dem Protest verbunden waren. Mark Terkessidis spricht über Rassismus in Frankreich und den sozialen und wirtschaftlichen Ausschluss von MigrantInnen. Er räumt mit ethnisch-religiösen Auffassungen auf und weist mögliche gesellschaftliche und politische Auswirkungen der
Riots zurück.
Die ‚Phase 2 Leipzig’ veröffentlichte ihr Statement zum „Schönen Sterben“ im Dezember 2005 und stand dazu in Vorträgen Rede und Antwort. Die aktuelle Debatte um eine Legalisierung der aktiven Sterbehilfe in Deutschland ist Anlass für die ‚Phase 2’, eine linke Position dazu anzubringen. Sie weist die freie Entscheidung, sterben zu wollen, zurück, da jeder menschliche Wille auch gesellschaftlich beeinflusst sei. Es wird eine wirtschaftliche Herangehensweise kritisiert, die Menschen nur danach bewertet, ob sie produktiv sind und zur Kapitalakkumulation beitragen. Menschen, die diesem Anspruch nicht entsprechen, wie Behinderte, Arbeitslose, alte oder kranke Menschen, werden marginalisiert. Welche Konsequenzen aus dieser Betrachtung für die Linke folgen und warum es wichtig ist, das Leben zu verbessern und nicht das Sterben, erklärt die ‚Phase 2’ im Interview.